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SCM Microsystems neutral 28.11.2001
Aktienservice Research
Die Analysten von Aktienservice Research stufen derzeit die Aktien von SCM Microsystems (WKN 909247) auf "neutral".
Die deutsch-amerikanische SCM Microsystems lege ihren geschäftlichen Schwerpunkt auf die Entwicklung und Herstellung von Zugangskontrollsystemen für die digitale Kommunikation wie PCs, Digital-Kameras oder Set-Top-Boxen. Das Unternehmen gliedere sich in die drei Segmente Digital-TV, PC/IT-Sicherheit und Digitale Medien. Im laufenden Jahr habe das Unternehmen deutlich unter den weltweiten Rezessionstendenzen gelitten. So sei im Neun-Monatszeitraum ein kumulierter Verlust von mehr als 25 Millionen US-Dollar hingenommen worden.
SCM zähle zu den einstigen Börsenstars des Neuen Marktes. Im Rahmen des zurückliegenden Crashs am Neuen Markt sei der Kurs analog zu weiteren Fallen Angels ins Bodenlose gefallen. Im Septembertief bei knapp fünf Euro notierend, habe sich das Papier bis Mitte November auf knapp zehn Euro erholen können. Am 19. September habe das Unternehmen per Ad hoc eine Kooperation mit Logicon, eine Tochter des US-amerikanischen Rüstungskonzerns Northrop Grumman, bekannt gegeben. Hierbei beliefere Logicon die US-Armee mit Smartcard-Lesegeräten von SCM Mirosystems. Die SCM-Smartcard-Leser für PC's und mobile Endgeräte wie Laptops oder PDAs seien Teil eines umfassenden Lösungspakets für eine sichere Authentifizierung in den verschiedensten Bereichen der Armee.
Nach Bekanntgabe dieses Auftrages habe sich der SCM-Kurs binnen zweier Tage nahezu verdoppelt. Angesichts der Tatsache, dass SCM finanzielle Details zu dem Auftrag nicht kommuniziert habe, habe dieser vehemente Kursanstieg überrascht. Auf der anderen Seite könnte von diesem Projekt für SCM eine signifikante Referenzwirkung ausgehen, wobei die führende Marktposition weiter ausgebaut werden könne. Bislang seien bereits 50.000 Lesegeräte an Logicon ausgeliefert worden. Angesichts der Tatsache, dass das US-Militär mehr als vier Millionen Angehörige umfasse, sollte diese erste Auslieferung nur einen geringen Teil des gesamten Volumens repräsentieren.
Die Entscheidung des US Verteidigungsministeriums, die neuen, verbesserten Sicherheitsanwendungen auf Basis von Smartcard-Technologien zu realisieren, könne als deutliches Signal für die gesamte Industrie betrachtet werden. Dass Logicon zur Realisierung sicherer Authentifizierungslösungen innerhalb des amerikanischen Militärs SCM-Produkte ausgewählt habe, bestätige die technologische Vorreiterrolle und die führende Position von SCM im Markt für sichere Identifikationsverfahren. Vor diesem Hintergrund sei die jüngste Kursphantasie bei SCM durchaus verständlich, wobei es schwer falle, die positive Entwicklung auch in Zahlen zu beziffern.
In fundamentaler Hinsicht könne Aktienservice Research sich derzeit noch nicht zu einer Kaufempfehlung durchringen, denn die jüngsten Zahlen seien alles andere als positiv ausgefallen. So sei der Umsatz im dritten Quartal mit 46 Millionen US-Dollar zwar stabil geblieben, dementgegen seien die Auftragseingänge gegenüber dem Vorquartal jedoch um 23 Prozent eingebrochen. Und auch der kumulierte Nettoverlust im Neun-Monatszeitraum von 25 Millionen US-Dollar sei aus der Sicht von Aktienservice Research bedenklich, obgleich der Verlust im dritten Quartal auf Grund eines guten Finanzergebnisses mit zwei Millionen US-Dollar gegenüber dem Vorquartal (fünf Millionen US-Dollar) habe verringert werden können.
Hohe Risiken sehe Aktienservice Research auf Grund der weiter rückläufigen Konsumbereitschaft insbesondere im Retail-Geschäft. Auch in 2002 rechne Aktienservice Research mit einem erheblichen Verlust je Aktie, wobei die jüngste Entwicklung derzeit noch nicht bezifferbar sei. Angesichts dieser Risiken sehe Aktienservice Research keinen Grund zur Euphorie, obgleich der jüngste Auftrag langfristig durchaus den Turnaround einleiten könnte. Vor dem Hintergrund der enormen Marktrisiken auf der einen Seite und dem Potenzial im Zusammenhang mit dem jüngsten Auftrag sehe Aktienservice Research bei SCM ein ausgewogenes Chance/Risiko-Verhältnis.
Die Analysten von Aktienservice Research stehen dem Titel daher neutral gegenüber.
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